Wir bauen einen Offenstall – Bautagebuch Teil 2 … die heiße Bauphase…

Ausgelegte "Ridcon" Reitplatzgitter
Ausgelegte „Ridcon“ Reitplatzgitter

Während die Pferde schon einmal provisorisch eingezogen sind, gehts derweil ans Eingemachte! Schließlich soll alles so schnell wie möglich nutzbar sein. Und Provisorien nerven mich – also auf gehts!
Oben ist eine Teilfläche vom Reitplatz zu sehen. Den ins Gelände zu bringen war nicht so einfach und hat im wahrsten Sinne des Wortes „jede Menge Schotter“ gekostet. 😀 … Durch das Gefälle musste viel ausgeglichen werden. Die Trennschicht ist ein spezielles Reitplatzgitter von Ridcon mit Querentwässerung in beide Richtungen und Wasserreservoir am Boden des Gitters. Verfüllt wurde dann mit gewaschenem 0-1er Sand. Über dem Gitter sind 8cm Sand.

Befestigung der Ränder mit Lärchekantholz 14x14cm. Die Kante zum Reitplatz hin ist gefast, damit keine Hufverletzungen daran möglich sind.
Befestigung der Ränder mit Lärchekantholz 14x14cm. Die Kante zum Reitplatz hin ist gefast, damit keine Hufverletzungen daran möglich sind.

Aber bevor der Sand rein kommt, muss man natürlich schauen, dass er nicht wieder raus kommt. Um das zu verhindern, haben wir Lärche-Kanthölzer gelegt und mit langen Nägeln fixiert. Die Nägel habe ich aus Armierungeisen und Unterlegscheiben geschweißt, der Schmied hat die Enden angespitzt und somit konnten wir die Bohlen schön tief im Boden verankern.

Die Zaunpfähle werden im Übergangsbereich Boden/Luft angekokelt. Das soll fungizid wirken. Wichtig ist, dass die äußere Holzschicht wirkich verkohlt und nicht nur verrußt.
Die Zaunpfähle werden im Übergangsbereich Boden/Luft angekokelt. Das soll fungizid wirken. Wichtig ist, dass die äußere Holzschicht wirkich verkohlt und nicht nur verrußt.

Gleichzeitig wurde schon einmal an der weiteren Einzäunung gearbeitet. Der Außenzaun wurde mit Lärchepfählen und Breitband gebaut. Damit die Pfosten nicht zu schnell faulen, haben wir den unteren Bereich angekokelt. Durch die Verkohlung entstehen pilzhemmende Stoffe. Besonders der Bereich, in dem die Pfosten aus der Erde schauen, ist wichtig. Hier wohnen die Pilze. Danach wurden die Pfosten mit einem Erdbohrer und etwas Splitt gesetzt und die Koppelbänder befestigt.

Inzwischen haben die Pferde ständig viel Holz zur freien Verfügung.
Inzwischen haben die Pferde ständig viel Holz zur freien Verfügung.

Zwischendurch gabs natürlich auch mal was zu knabbern … heute auf dem Speiseplan – Birke! 😉 Die Pferde sehen inzwischen schon wie Offenstallprofis aus und haben jeden Tag ein anderes Muster. Obwohl wir so gut wie alles befestigen, werden wir hier und da ne Schlammsuhle lassen.

Dieser Unterstand wird sehr selten genutzt. Möglicherweise durch die eingeschränkte Sicht. Ich will später mal noch ein Fenster in die eine Wand setzen und schauen, ob das den Pferden dann besser taugt.
Dieser Unterstand wird sehr selten genutzt. Möglicherweise durch die eingeschränkte Sicht. Ich will später mal noch ein Fenster in die eine Wand setzen und schauen, ob das den Pferden dann besser taugt.

Der Anfangs offene Notunterstand (die Pferde müssen erst einmal ohne festen Stall überwintern) wurde an 2 Seiten verschlossen, um eine windgeschützte Ecke zu haben. Aus heutiger Sicht, hätten wir uns sowohl Dach, als auch Wand komplett sparen können. Die Ponys stehen immer „draußen“

Die Bodenplatte - es werden Porenbetonsteine entladen und schon geht es mit den Mauern los
Die Bodenplatte – es werden Porenbetonsteine entladen und schon geht es mit den Mauern los

Hier kommen „die Wände“. Ich wollte unbedingt massiv bauen. Wenn schon, denn schon oder so ähnlich. Es ist natürlich teurer als ein Holzbau, hat aber auch Vorteile, gerade im Hinblick auf die Heulagerung. Die Wände sind aus „Gasbeton“, also praktisch leichtere Kalksandsteine. Es kommt innen und außen ein Kalkputz drauf. Kalk hat die Eigenschaft, dem Schimmel keinen Platz zu bieten und ist außerdem feuchtigkeitsregulierend. Beides ist sehr hilfreich, wenn man Heu einlagert.

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